Header Rohrbacher Straße

Die Rohrbacher Straße (bis ins 19. Jahrhundert Rohrbacher Chaussee genannt, auf den Stadtplänen des 18. Jahrhunderts auch Chaussee nach Karlsruhe) beginnt an der Bergheimer Straße und behält ihren Namen bis zur Markscheide Rohrbach.

An der Rohrbacher Chaussee lag seit 1840 der Kopfbahnhof Heidelberg. Mit dem Bau der Odenwaldbahn (1862) erhielt die Chaussee einen beschrankten Bahnübergang, dort wo heute die südliche Trasse der Kurfürstenanlage die Rohrbacher Straße in Richtung Tunnel kreuzt; 1893 wurde dort sogar eine Fußgängerunterführung gebaut.

An der Rohrbacher Chaussee gab es zu jener Zeit noch keine Wohn- oder Geschäftshäuser; etwa auf der Höhe der Kaiserstraße stand nur, zwischen Gaisbergstraße und Rohrbacher Straße, die Friessche Krappfabrik (1784-1835, mit Bankhaus, beide 1857 bankrott).

Ansonsten säumten Gärten und Weinberge die Chaussee; einige Häuser gab es entlang der Gaisbergstraße, ihre Grundstücke reichten bis an die Chaussee. Die Bebauung des Rohrbacher Bauviertels (erst seit den Zwanzigern des 20. Jahrhunderts Weststadt genannt) wurde seit 1861 geplant und 1872 beschlossen. Endgültige Trassierung der Rohrbacher Straße 1882; am 2. Juli 1886 Einweihung der Pferdebahn vom Bahnhofsvorplatz zum Steigerweg (ein privates Unternehmen der Fa. Leferenz & Cie; Elektrifizierung 1902). Der Königstuhltunnel am Steigerweg entstand 1909-1912.