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Erbaut 1895 von Architekt Philipp Thomas für J.F. Rohrmann, Kohlenhändler. Viergeschossiger Wohnungs- und Bürobau in historistischem Stil, von ausdrucksstarker Statur. 

Erbaut 1895 von Architekt Philipp Thomas für J.F. Rohrmann, Kohlenhändler. Viergeschossiger Wohnungs- und Bürobau in historistischem Stil, von ausdrucksstarker Statur. Werksteine aus Rotsandstein für die Struktur mit rotockerfarbenem Klinker in der Fläche, entsprechend den Vorlieben der nordeuropäischen Renaissance. Üppige, reichhaltige Gestaltung der Fassade mit plastischen Details aus Rotsandstein. Streng symmetrisch um den schweren Erker in der Fassadenmitte herum angeordnet. Zwei Risalite rechts und links werden zu angedeuteten Türmen durch Gauben, die wie Schmuckgiebel die Fassade fortführen, sowie durch Zwillingsfenster im vierten Geschoß und 'romanische' Überwölbungen über den Fenstern der 2. und 3. Geschosse, auch ihr Erdgeschoß ist massiv gestaltet, wobei das rechte das originale Tor aufnimmt. Das Gutachten des Landesdenkmalamtes hebt die Qualität des bildhauerischen Dekors hervor, der sich besonders an den seitlichen Achsen und am Erker konzentriert: muschelige Fenstergiebel, aufgesetzte Kugeln, Masken.  Der eingeschossige Erker trägt einen Balkon mit Sandsteinbrüstung. Es ist ein anspruchsvoller Bau, der die weitere Bebauung der Rohrbacher Straße beeinflußte. Haustüre und Bleiverglasungen sind original erhalten. Als Baudenkmal klassifiziert.
1872-1877 ist das Anwesen n° 23-25 [noch mit der alten Nummer 7] als Friedrich Rohrmann, Holz- u. Steinkohlhandel, ausgewiesen; dazu sind vier Mieter genannt. 1878 erhält der bebaute Grund die n° 23, das 'Magazin' die n° 25. 1895 Abriß und Neubau durch Architekt Thomas, Planer des Krematoriums auf dem Bergfriedhof (1891, das zweite in Deutschland). 1897 wohnen im Haus acht Mieter, darunter der Amerikaner Stuart James Shortt (gest. in Heidelberg 1908), im Hinterhaus dazu vier, worunter August Rohrmann (später im Vorderhaus) und der Pferdebahnschaffner Georg Dietrich. 1904 treten als Inhaber August und Wilhelm Rohrmann auf, 'Brennmaterial und Sägewarenhandlung'; einer der Mieter ist Fräulein Margarete Sarg, Krankenschwester. 1949 wohnen vorn elf Parteien, hinten sechs. Der Kohlenhandel floriert (im hinteren Seitenbau), mit gleichen Besitzverhältnissen, bis 1973 (ab 1961 Rohrmann Erben als Eigentümer, der Kohlen- und Heizölhandel firmiert als Döbler & Rohrmann); siehe dazu n° 25. 2010: BEWOG: Wohnungen, im Erdgeschoß Büros.

Beamten-Wohnungsgesellschaft – Dr. Buschmann GmbH & Co. KG

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Rohrbacher Straße 23 in Heidelberg

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