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Stattlicher Eckhauskomplex, als vornehmes Mietshaus erbaut im Jahre 1888. Das Grundstück war noch 1870 Teil von Gärten, die von der Gaisbergstraße bis an die Rohrbacher Straße reichten...

Stattlicher Eckhauskomplex, als vornehmes Mietshaus erbaut im Jahre 1888. Das Grundstück war noch 1870 Teil von Gärten, die von der Gaisbergstraße bis an die Rohrbacher Straße reichten. 1878 wurde die Straße mit der heute gültigen Nummerierung in Flurstücke aufgeteilt. Die Nummern 39-43 erwarb Friedrich Landfried sen. als Bauplätze [vgl. Villa Landfried Gaisb.40, 1882-1883]. 1887 erwarb der Architekt F. Oppel die Stücke und plante den Gruppenbau 39-43. Das Haus 43 war 1888 im Bau. Oppel war zugleich als Bauherr eingetragen. Der Eckbau dominiert mit stadtgestalterischem Anspruch die Kreuzung mit der Blumenstraße. Das Gesamtkonzept entspricht in besonders vielgestaltiger Weise dem Späthistorismus, mit der plastischen Durchbildung des Baus, dem Formenreichtum und der Vielfalt der verwendeten Materialien und Farben ˗ verschiedenen Werksteinen, Klinker und Fachwerk, mit Schiefer- und Zinkdeckung. Die eingesetzten Motive nehmen die deutsche Renaissance auf. Erker und Turm betonen zusammen mit den schaugiebelgekrönten Risaliten die stattliche Struktur. Sie verleiht der Kreuzung Gesicht.  Die städtebauliche Aussagekraft wird besonders augenfällig in der Perspektive der weiteren Front der Blumenstraße nach Osten (das Eckhaus Gaisbergstraße wurde 1890 ebenfalls von Oppel gebaut; das Haus dazwischen wurde 1901 von J. Remler mit glücklicher Hand eingefügt). Die Innenausstattung des Kulturdenkmals hat die gleiche Qualität wie der Baukörper. Vom Landesdenkmalamt als Baudenkmal klassifiziert.
1889 erwarb der Fabrikant Julius Espenschied das Haus, 1901 der Weinhändler A. Brunner, 1909 Wtw. Molfenter, 1917 die Spargesellschaft für Landgemeinden, 1920 Sigm. Weinberger (1878-1968), praktischer Arzt (1940 im Adressbuch als Sigm. Isr. Weinberger, 1941-1943 mit dem Zusatz 'in New York'). 1949 gehört das Haus dem Stuttgarter Grundstücksmakler M.A. Raible, ab 1963 z.T. auch Pia Arndt, Immobilienmaklerin. Bewohner: Dr. Hugo Starck, Arzt und Privatdozent der inneren Medizin (1902-1905: 'Professor'); R. Schrader, Civilingenieur (1906); Fa. Thiele & Höring, technisches Bureau für Wassergewinnung (1907-1908); Dr. H. Marx, Arzt für Hals-, Nasen- und Ohren-Krankheiten, Privat-Dozent, dann Professor (1913-1925), auch später vergleichbare Bewohner; 1949 Dr. med. Helmut Scherf (im Erdgeschoß), Hüttenwerkdirektor Ernst Plank, 1963 Zahnarzt Fritz Kahn, 1973 Augenarzt Dr. Joachim Hanau, etc. 2010: Wohnungen; Rechts- und Fachanwälte Koch & Werneke; Haus & Grund.

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Rohrbacher Straße 43 in Heidelberg

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