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Ein Bau aus dem Jahre 1892, der an die nordeuropäische Renaissance anknüpft, mit Rotsandstein-Grundstruktur und Klinker-Ausfachung...

Ein Bau aus dem Jahre 1892, der an die nordeuropäische Renaissance anknüpft, mit Rotsandstein-Grundstruktur und Klinker-Ausfachung.  Die beiden Außenachsen werden hervorgehoben durch ein risalitartiges Vorspringen der Fassade und durch reicher ausgearbeitete Fenstergewände, besonders am zweiten Geschoß mit spitzen Übergiebelungen und am dritten mit hervortretenden Rundbögen, die ein Muscheldekor einrahmen. Viele der Fenster sind noch original erhalten. Vom Landesdenkmalamt als Baudenkmal klassifiziert.
Das Grundstück wird im August 1889 als Gartengelände Nimis verzeichnet. Eugen Nimis, Bauunternehmer, hat zu der Zeit an der Gaisbergstraße nur ein kleines Gebäude stehen, das später dem jetzigen Wohnhaus weicht (Gaisbergstraße n° 68). Erste Bebauungsgesuche stammen offenbar von Alois Sauer, Cigarren-Fabrikant (Zeichnungen eines relativ aufwendigen Baus vom August 1889). Die später ausgeführten, etwas bescheideneren Pläne für das Vorderhaus n° 81 wurden im März 1891 von Eugen Nimis als Architekt und Bauherr eingereicht; im Adreßbuch von 1892 erscheint 'Eugen Nimis (Neubau)'. 1893 kommen Mieter dazu, etwa 'Michaelis Alfred, Schriftsteller' und 'Hauck Ferd., Bildhauer' (später 'Haug'), 1900 auch 'Urbich F., Taubstummenlehrer'. 1900 wird der Bau einer Waschküche an der Südgrenze beantragt, zum 17. April 1900 an der Ostgrenze der Bau eines Backsteingebäudes (als Tabakwickelei: Trockenraum, Zigarrenlager, Bureau, etc.); am 14. Mai 1900 ist statt dessen noch die Rede von einem 'provisorischen Bureaugebäude für Herrn Arch[itekt] Ludw[ig] Reiss', Karlsruhe), beantragt von 'Reiss und Nuzinger Baumaterialien', Heidelberg; dieser Bau bildet jetzt das Hinterhaus von n° 81. Besitzer ist 1901 Ed. Mall, 1902 Friedrich Mall, Cigarren-Fabrikant; eine der Bewohnerinnen: Dr. Fanny Wendelstadt [= Fanny Mall], 'Privatin'. 1912 ist hier eine Pechfackelfabrik und Seilerei, 1914 Kunstgewerbe Trißler.
1926 gehört das Gebäude Alois Sauer, Cigarren-Fabrikant, ab 1929  Willy Breitwieser. Das Möbelhaus der Familie Breitwieser bleibt bis 1983 in dem Gebäude (belegte die Läden der Häuser n° 75-81; seit 1981 in Rohrbach Süd). Seit 1990 ist das Anwesen eine Wohneigentümergemeinschaft (zusammen mit n° 79).
Im Jahre 2010 gibt es im Haus 6 Wohnungen; im Vorderhaus ist Filigran Raumaustattung etabliert, im Hinterhaus Ihrig Orthopädie. Im Haus arbeitet der Anwalt Auffenberg.

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Rohrbacher Straße 81 in Heidelberg

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